LET´S TALK: Mein Studium – Ein auf und ab

Diesen Post über mein Studium zu verfassen und vor allem zu veröffentlichen hat mich wahnsinnige Überwindung gekostet. Denn ich möchte euch etwas erzählen, was ich in der vergangenen Zeit immer versucht habe von der ganzen „Social Media“ Welt fernzuhalten. Das klingt alles ziemlich ernst – was es für mich natürlich auch ist bzw. war, aber eigentlich möchte ich euch mit diesem Post nur zeigen, dass niemand das perfekte Leben führt. 

Wie die Überschrift schon verrät geht es um mein Studium.

So oft habe ich in letzter Zeit Fragen erhalten wie „was studierst du?“, „was machst du neben Instagram?“ oder „was arbeitest Du?“. Ich habe meistens versucht der Frage irgendwie aus dem Weg zu gehen, weil es mir immer noch schwer fiel darüber zu reden. Mittlerweile bin ich aber bereit dazu, da ich mich sehr wohl damit fühle, was ich im Moment mache, was aber nicht immer so war.

Dazu jetzt mehr.

Mein Abi machte ich im Sommer 2016. Ich fing an Medienwissenschaft in Regensburg zu studieren. Ich freute mich auf das neue Leben, das Studium, die neue Stadt. Leider verlief das Ganze nicht so wie gewollt. Das Studium war ganz und gar nicht das, was ich anfangs erwartet hatte. Ich will diesen Studiengang auf keinen Fall irgendjemandem madig machen, da natürlich jeder anders empfindet. Für meinen Teil kann ich nur sagen, dass ich relativ schnell gemerkt habe, dass es nicht funktioniert.

Ich war ziemlich kaputt und einfach unfassbar überfordert mit der Situation.

Wollte ich wieder studieren? Eine Ausbildung machen? Ich wusste anfangs einfach gar nichts. Nach unglaublich langer Suche entschied ich mich dann ziemlich spontan dafür, an der Hochschule (ebenfalls in Regensburg) das Studium Soziale Arbeit zu beginnen. Ich fühlte mich gleich zu Beginn pudelwohl, lernte tolle Menschen kennen und ging gerne zur Uni. Mit der Zeit merkte ich aber, dass der Job der danach auf mich wartet nicht das ist, was ich mein ganzes Leben lang machen möchte. Ab da ging ich dann natürlich immer weniger gern zu Uni und konnte nichts mehr so richtig genießen, da mein Kopf voller mieser Gedanken war. Die Entscheidung auch dieses Studium abzubrechen traf ich dann erst kurz vor Semesterschluss nachdem ich mich schon einige Wochen sehr unwohl fühlte. 

Dieses Mal war das Ganze aber noch um einiges schlimmer als beim ersten Mal.

Ich hatte große Angst davor es auszusprechen, schämte mich und fühlte mich irgendwie wie eine „Versagerin“ – was extrem hart klingt aber genau dieses Wort beschreibt mein Gefühl damals.

Also recherchierte ich was das Zeug hält, las mir unzählige Beschreibungen für Studiengänge durch und bewarb mich für vieles. Mit der Zeit erhielt ich mehrere Zusagen – die Entscheidung fiel aber in dem Moment, in dem ich die Zusage für Betriebswirtschaft an der Hochschule Regensburg erhielt. Ich habe mich unfassbar in diese Stadt verliebt und BWL klang für mich nach einem guten Plan. Vor den ersten paar Tagen hatte ich ziemlich Angst, da ich nicht schon wieder merken wollte, dass es nicht das richtige ist – das passierte zum Glück nicht. Ich habe dieses Studium ein wenig aus Verzweiflung angefangen. Aber nach mittlerweile zwei Semestern habe ich gemerkt, wie gut es mir gefällt. Ich bin endlich angekommen. Seitdem geht es mir um einiges besser.

Ich fühle mich wohler und habe endlich das Gefühl mich selbst zu finden.

Ich hoffe die Message dieses Posts war einigermaßen deutlich und ich konnte euch ein wenig motivieren.

Wenn man sich unwohl fühlt, mit dem, was man macht, was man studiert oder sonst was, habt keine Angst davor es auszusprechen oder es zu ändern. Es ist so wichtig, dass man sich selbst gut fühlt. Natürlich gibt es schlechte Tage – die hat jeder, aber das kann nicht alles sein, was das Leben für uns bereit hält. Also denkt an euch und nicht daran, was andere von euch erwarten. Sprecht es aus und macht das, was ihr liebt.

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